Welcher Opco ist für die Kommunalverwaltungen und den öffentlichen Dienst zuständig?

Wenn eine Gemeinde einen Auszubildenden für ihren technischen Dienst einstellt, kommt schnell die Frage nach der Finanzierung auf: Welcher OPCO übernimmt den Vertrag? Man sucht in den offiziellen Listen, durchforstet die elf Kompetenzanbieter, und findet keine Kategorie, die den Kommunen entspricht. Die Verwirrung ist häufig, da öffentliche Arbeitgeber im kommunalen Bereich nicht unter einen OPCO fallen, wie man es im privaten Sektor versteht.

Einreichung des Ausbildungsvertrags in der Gemeinde: die DREETS, kein OPCO

Im privaten Sektor reicht der Arbeitgeber den Ausbildungsvertrag bei seinem OPCO ein, der die Konformität überprüft und die Finanzierung aktiviert. Für eine Stadtverwaltung, einen Landkreis oder eine öffentliche Einrichtung zur interkommunalen Zusammenarbeit ist der Ablauf anders.

Der Vertrag wird an die DREETS (Regionale Direktion für Wirtschaft, Beschäftigung, Arbeit und Solidaritäten) übermittelt. Diese registriert den Vertrag und validiert dessen Zulässigkeit. Keiner der elf OPCO ist in diesem Schritt für einen öffentlichen Arbeitgeber im kommunalen Bereich tätig.

Manchmal findet man den Ausdruck den OPCO für die Kommunen in Online-Recherchen, aber diese Formulierung beruht auf einem Missverständnis. Die OPCO decken berufliche Zweige des privaten Sektors ab. Der öffentliche Dienst im kommunalen Bereich ist kein beruflicher Zweig, sondern gehört einem eigenen Status mit eigenen Ausbildungsmechanismen an.

Gruppe von Beamten des öffentlichen Dienstes, die an einer beruflichen Weiterbildung in einem Sitzungssaal einer Stadtverwaltung teilnehmen

Finanzierung der kommunalen Ausbildung: wer zahlt was ohne OPCO

Das Fehlen eines OPCO bedeutet nicht das Fehlen von Finanzierung. Die Kommunen, die Auszubildende aufnehmen, profitieren von einem speziellen Mechanismus, der jedoch anders funktioniert als im privaten Sektor.

Der CNFPT und seine Rolle in der Ausbildung

Das Nationale Zentrum für den öffentlichen Dienst im kommunalen Bereich sorgt für die Ausbildung der kommunalen Mitarbeiter. Für die Ausbildung finanziert der CNFPT einen Teil der von den Kommunen getragenen pädagogischen Kosten. Diese Finanzierung erfolgt über einen obligatorischen Beitrag, den die kommunalen Arbeitgeber zahlen.

Der CNFPT ist kein OPCO. Er verwaltet keine Verträge zur beruflichen Qualifizierung (die Kommunen können solche nicht unterzeichnen), erhebt keine Ausbildungsbeiträge wie ein Kompetenzanbieter und wendet nicht die von den beruflichen Zweigen festgelegten Erstattungssätze an.

Der Eigenanteil für die Gemeinde

Die beschäftigende Gemeinde trägt die Vergütung des Auszubildenden und einen Teil der Ausbildungskosten, die nicht vom CNFPT übernommen werden. Konkret variieren die Rückmeldungen zu diesem Punkt je nach Größe der Gemeinde und dem angestrebten Abschluss. Eine kleine ländliche Gemeinde hat nicht dasselbe Ausbildungsbudget wie eine Metropole, und der Eigenanteil kann unterschiedlich ins Gewicht fallen.

Hier sind die typischen Ausgabenposten für eine Gemeinde, die einen Auszubildenden einstellt:

  • Die Vergütung des Auszubildenden, berechnet auf der Grundlage eines Prozentsatzes des Mindestlohns je nach Alter und Vertragsjahr
  • Der Teil der Ausbildungskosten, der nicht vom CNFPT übernommen wird, variabel je nach Art des Abschlusses
  • Die interne Begleitung durch einen Ausbildungsmeister, der Zeit des Mitarbeiters in Anspruch nimmt, ohne direkte finanzielle Entschädigung
  • Eventuelle Nebenkosten (Reisen, berufliche Ausstattungen)

Warum die Verwirrung zwischen OPCO und öffentlichem Dienst im kommunalen Bereich anhält

Der Begriff OPCO ist im Vokabular der beruflichen Ausbildung allgemein geworden. Wenn ein Personalverantwortlicher einer Gemeinde versucht, einen Ausbildungsweg zu finanzieren, verwendet er dieselbe Sprache wie seine Kollegen im privaten Sektor. Die Suchmaschinen verweisen dann auf Inhalte, die die beiden Systeme vermischen.

Die Kommunen unterzeichnen keine Verträge zur beruflichen Qualifizierung, was sie von einem Teil des OPCO-Bereichs ausschließt. Nur der Ausbildungsvertrag ist im öffentlichen Dienst im kommunalen Bereich zugänglich, und sein administrativer Ablauf erfolgt über die DREETS.

Eine weitere Verwirrungsquelle: Einige öffentliche Einrichtungen mit industriellem und kommerziellem Charakter (EPIC), die an Kommunen angeschlossen sind, fallen unter einen OPCO. Ein als EPIC gegründetes Tourismusbüro kann beispielsweise je nach Tarifvertrag von Uniformation oder einem anderen Anbieter abhängen. Der rechtliche Status des Arbeitgebers bestimmt den Ablauf, nicht seine Verbindung zu einer Gemeinde.

Öffentlicher Beamter, der ein Ausbildungsprogramm auf einem Tablet im Flur eines regionalen Verwaltungsgebäudes konsultiert

OPCO Uniformation und sozialer Sektor: eine trügerische Nähe

Uniformation deckt die soziale Kohäsion ab, wobei einige gemeinnützige Organisationen eng mit den Kommunen zusammenarbeiten (Sozialzentren, lokale Missionen, Integrationsvereine). Diese thematische Nähe führt häufig zu einer Verkürzung: Man assoziiert Uniformation mit den Kommunen.

Tatsächlich unterstützt Uniformation private Arbeitgeber der sozialen und solidarischen Wirtschaft. Ein kommunales Sozialzentrum (CCAS), das direkt von der Gemeinde verwaltet wird, bleibt ein öffentlicher Arbeitgeber und fällt nicht unter Uniformation. Derselbe Dienst, der einem Verein anvertraut wird, fällt hingegen in den Bereich eines OPCO.

Die Kriterien, die die Zuordnung zu einem OPCO oder zum öffentlichen Bereich bestimmen:

  • Der rechtliche Status des Arbeitgebers (öffentliches oder privates Recht) hat Vorrang vor der ausgeübten Tätigkeit
  • Der anwendbare Tarifvertrag weist auf den zuständigen OPCO für private Strukturen hin
  • Das Fehlen eines Tarifvertrags und der Status des öffentlichen Dienstes im kommunalen Bereich führen zum CNFPT und zur DREETS

Fortbildung der kommunalen Mitarbeiter: der CNFPT als Dreh- und Angelpunkt

Über die Ausbildung hinaus basiert die Fortbildung der kommunalen Mitarbeiter auf dem CNFPT. Vorbereitung auf Wettbewerbe, verpflichtende Integrationsschulungen, Weiterbildung während der gesamten Karriere: der CNFPT erfüllt für den öffentlichen Dienst im kommunalen Bereich die Rolle, die die OPCO im privaten Sektor spielen, ohne den Namen oder den rechtlichen Rahmen zu tragen.

Die kommunalen Mitarbeiter verfügen auch über ein persönliches Fortbildungskonto (CPF), dessen Nutzung jedoch über andere Kanäle erfolgt als im privaten Sektor. Das Recht auf berufliche Weiterbildung existiert, es nutzt einfach andere Wege als die der Kompetenzanbieter.

Nach einem OPCO für eine Gemeinde zu suchen, ist wie nach einem Schlüssel zu suchen, der diese Tür nicht öffnet. Der richtige Ansprechpartner bleibt der CNFPT für die Ausbildung und die DREETS für die Einreichung der Ausbildungsverträge. Diese Unterscheidung im Hinterkopf zu behalten, vermeidet Wochen von falsch ausgerichteten Bemühungen.

Welcher Opco ist für die Kommunalverwaltungen und den öffentlichen Dienst zuständig?